Hohnerlein: Abstract

Sinnlichkeit exakt begreifen?
Mit Hacks und Holz!

Von Daniel Hohnerlein, Ludwigsburg.

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In den „Maßgaben der Kunst” vergleicht Peter Hacks Widersprüche „einer bizarren Schlucht”; sie seien „keine Risse im Seienden”, „mit sehr viel Klettern” komme man „ihnen schon auf den Grund”; und weil er das „kurze Verfahren” liebt, beschreibt er von ihnen „nur die Topographie der beiden Ränder, häufig nur eines Randes”, denn: „Wer gewohnt ist, in die Tiefe zu gehen, der braucht nicht mehr”. Von der „Form des Kunstwerks” sagt er kurz: Sie „ist die Form einerseits der Welt, sie ist die Form andererseits des Herangehens, des […] kinetischen Habitus”. Im Vortrag soll gezeigt werden, wie wir am Rand des „kinetischen Habitus” mittels seiner metaphorischen Verwendung hinabsteigen können in die Tiefe, in der diese Formen als Ganzes zusammenhängen; doch dies gerade nicht als „vage illustrative Versinnlichung” der Sache, die durch das Wort bezeichnet wird, sondern indem der „metaphorische Gehalt des Wortes” – im Sinne von Hans Heinz Holz – „terminologisch ernst” genommen wird, um es in unserem Denken auf die Höhe eines „exakten Terminus” führen zu können, die es bei Hacks schon einnimmt. Auf ihr
gewinnen wir dann Aussichten: auf Zusammmenhänge in Hacks‘ Ästhetik, in der Geschichte der Ästhetik, auf die Möglichkeit, ästhetische Urteilsfähigkeit auszubilden, auf die Arbeit des
Literaturwissenschaftlers.