Andreas Egger

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Von  Andreas Egger, Salzburg.

Die Begründung der Widerspiegelungstheorie als marxistischer Erkenntnistheorie ist direkt mit der von Friedrich Engels formulierten „Grundfrage der Philosophie“ verbunden. Also der Frage nach dem erklärten oder verborgenen Primat von einerseits „Sein“ oder „Materie“ und andererseits „Denken“ oder „Bewusstsein“ innerhalb philosophischer Systeme und der damit verbundenen Klassifizierung derselben in „Materialismus“ und „Idealismus“.1

Die erkenntnistheoretische Seite der Grundfrage der Philosophie

„Die Frage nach dem Verhältnis von Denken und Sein hat aber noch eine andre Seite: Wie verhalten sich unsere Gedanken über die uns umgebende Welt zu dieser Welt selbst? Ist unser Denken imstande, die wirkliche Welt zu erkennen, vermögen wir in unsern Vorstellungen und Begriffen von der wirklichen Welt ein richtiges Spiegelbild der Wirklichkeit zu erzeugen?“2

Die Antwort Engels’ darauf war eindeutig, auf sie fußte dann auch jenes philosophisch-erkenntnistheoretische Konzept, das später „Widerspiegelungstheorie“ genannt werden sollte:

„Die Einwirkungen der Außenwelt auf den Menschen drücken sich in seinem Kopf aus, spiegeln sich darin ab als Gefühle, Gedanken, Triebe, Willensbestimmungen“.3

Unumstritten war die Widerspiegelungstheorie außerhalb des marxistischen „Mainstream“ nie. Th. W. Adorno etwa, ein zentraler Denker der „Kritischen Theorie“ der „Frankfurter Schule“, hatte für diesen Versuch, eine materialistische Erkenntnistheorie zu begründen, nur Spott über; er nannte die „weltanschaulich sanktionierte Abbildtheorie“ einen „Katechismusartikel“.4

Als Kritik am Stil von apodiktischen Formeln wie der in der Folge zitierten mag der Vorwurf Adornos ja durchgehen:

„Widerspiegelungstheorie ( auch Abbildtheorie ) – erkenntnistheoretische Lehre, nach welcher der Erkenntnisprozeß seinem Wesen nach ein Widerspiegelungsprozeß und die Erkenntnis eine Widerspiegelung der objektiven Realität im Bewusstsein des Menschen“ sei. Diese Sicht sei „untrennbar mit dem Wesen des Materialismus verbunden“, nur sie drücke die „materialistische Grundposition in bezug auf das Erkennen aus“, nämlich die „materielle Existenz der Erkenntnisobjekte unabhängig und außerhalb vom Bewusstsein und die Widerspiegelung der Objekte im Bewusstsein des Subjekts vermittels seiner Sinne und seines Denkens“.5

Aber hatte Adorno auch dem Inhalt nach Recht? Ob er Plausibleres zu bieten hatte, werden wir weiter unten sehen.

Und heute, scheint es, wird diese spezifische Sicht des Erkenntnisprozesses, wenn überhaupt noch wahrgenommen, noch mehr kritisiert. Eine Abbildtheorie sei „keinesfalls ein materialistisches Konzept, sondern sie ist antiquiert“ meint Renate Wahsner.6

Selbstverständlich ist eine Abbildtheorie nicht gefeit vor Vereinfachung, Banalisierung und Dogmatisierung, ja politischer Überfrachtung. Zu einfach wurde z.B. vielfach das Verhältnis von objektiver, sozialer Klassenlage und diese Lage spiegelndes Klassenbewusstsein gesehen.

Aber sind – wenn auch gewichtige – Irrtümer oder vorschnelle Kurzschlüsse ein hinreichender Grund, ein ganzes erkenntnistheoretisches Paradigma zu ignorieren oder gänzlich über Bord zu werfen?

Hier wird vertreten, dass bereits in den klassischen marxistischen Texten die Widerspiegelungstheorie niemals als einfache, mechanische Abbildtheorie angelegt war. Eine (Neu)konzeption einer materialistischen Erkenntnistheorie muss also nicht von vorne, etwa bei Kant oder dem völligen Subjektivismus des „radikalen Konstruktivismus“ beginnen.

Der spezifisch menschliche Erkenntnisprozess in seiner konkret-historischen Bestimmung und in all seiner Komplexität kann auf dem Boden der Widerspiegelungstheorie entwickelt und auch einzelwissenschaftlich expliziert werden.

Wenn nun also Zweifel daran bestehen, dass „Abbildung“ oder „Widerspiegelung“ eine für den menschlichen Erkenntnisprozess hinreichende Metapher wären, so darf noch mal auf die zitierte Stelle von Engels verwiesen werden: Gedanken mag man in mechanischer Fehlinterpretation noch als einfache „Abbilder“ auslegen, „Triebe“, „Gefühle“, „Willensbestimmungen“, nicht mehr. Hier liegt offenbar ein komplexeres Verständnis dessen zu Grunde, was mit Widerspiegelung gemeint ist.

Das Spezifische des in den klassischen marxistischen Texten entwickelten Verständnisses von Widerspiegelung lässt sich gut anhand eines Vergleiches mit Vorläufern demonstrieren.

Von der „reinen Anschauung“ zur „praktischen Tätigkeit“

Die Erkenntnistheorie des antiken griechischen Philosophen Demokrit korrespondiert eng mit der durch ihn mitbegründeten atomistischen Sichtweise. Alle Dinge sind aus kleinsten, unteilbaren Einheiten zusammengesetzt. Diese Gegenstände senden nun ihre „Ebenbilder“ in Gestalt von speziellen feinen und unsichtbaren Atomen – „eidolas“ – aus, welche vermittels der menschlichen Sinnesorgane dann zur Widerspiegelung der Gegenstände führen – gleich „Eindrücke(n) … wie ein Siegel auf Wachs“.7

Gemäß dem Hauptvertreter des englischen Sensualismus, John Locke, ist der menschliche Geist ursprünglich ein unbeschriebenes Blatt, alle Ideen werden ihm durch Erfahrung zugeführt. Eine Quelle der Erfahrung, und hier ist das Abbildparadigma mit Händen zu greifen, ist die „Sensation“ – die Sinnerwahrnehmung, Ideen entstehen direkt durch „primäre Qualitäten“ der Dinge (z.B. Festigkeit, Ausdehnung, Gestalt) oder aber auch deren Auswirkungen, „sekundäre Qualitäten“ genannt ( z.B. Farben, Gerüche, Geschmack). Eine zweite Quelle der Ideen ist nach Locke die „Reflexion“, die innere Erfahrung im Sinne einer Selbstbeobachtung des Geistes und seiner inneren Operationen.8

Es geht jetzt nicht um die wissenschaftlichen Unhaltbarkeiten oder die Antiquiertheit dieser beiden Positionen, die sich notwendigerweise nach tausenden bzw. hunderten von Jahren einstellen mussten, es geht um die philosophiegeschichtliche Substanz dieser Abbildtheorien und um die Hauptpunkte, welche sie von der im Marxismus entwickelten Widerspiegelungstheorie unterscheiden.

Die Erkenntnistheorie des Demokrit ist von Passivität gekennzeichnet. Es passiert nicht viel – das erkennende Subjekt ist untätig, es empfängt Eindrücke der Außenwelt und bildet diese ab. Über ihr schwebt paradigmatisch jener von Ernst Bloch diagnostizierte „Bann der Arbeitsverachtung, der Arbeitsfremdheit, der über der gesamten griechischen Philosophie lag“.9 Ähnliches ist über Lockes Sensualismus zu sagen, auch wenn die oben beschriebene „Reflexion“ diesen Bann etwas zu durchbrechen scheint.

Nichtsdestoweniger geben beide Positionen ein gutes Beispiel dessen ab, was Marx den „anschauenden Materialismus“ nannte, einen „Materialismus, der die Sinnlichkeit nicht als praktische Tätigkeit begreift“.10 Ein Materialismus, so Marx weiter, dessen Höhe- und Endpunkt die „Anschauung der einzelnen Individuen und der bürgerlichen Gesellschaft“11 sei.

Marx war bereit, die Beschränktheit der materialistischen Erkenntnistheorien vor seiner Zeit und selbst die Vorteile idealistischer Positionen in dieser Hinsicht anzuerkennen: „Daher die tätige Seite abstrakt im Gegensatz zu dem Materialismus vom … Idealismus…entwickelt“.12

Es kann keinen Zweifel daran geben, dass die erkenntnistheoretischen Positionen von Marx und Engels nur mehr wenig mit jenen schematischen, passiven Konzepten früherer Abbildtheorien gemeinsam hatten – außer der materialistischen Grundposition, dass die objektive Realität unabhängig von subjektivem Bewusstsein existiert.

Neu gegenüber den vorgestellten Positionen eines Demokrit oder John Locke war, dass Erkenntnis nicht nur abbildende, sondern auch eine tätigkeitsorientierte Funktion hat. Nur was wir erkennen, kann auch intentional gerichtet verändert werden. Auch in diesem Sinn ist die 11. Feuerbach-These zu verstehen:

„Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kömmt drauf an, sie zu verändern“.13

Erkenntnistheorie ist Gesellschaftstheorie

Eine Erkenntnistheorie, die sich auf Marx und Engels berufen möchte, ist auch eine Theorie der gesellschaftlichen Lebensweise des Menschen, was nun folgend an der zentralen Bedeutung des Begriffes „Praxis“ gezeigt werden soll.

„eine praktische Frage“

„Die Frage, ob dem menschlichen Denken gegenständliche Wahrheit zukomme, ist keine Frage der Theorie, sondern eine praktische Frage. In der Praxis muß der Mensch die Wahrheit, d. h. die Wirklichkeit und Macht, die Diesseitigkeit seines Denkens beweisen. Der Streit über die Wirklichkeit oder Nichtwirklichkeit eines Denkens, das sich von der Praxis isoliert, ist eine rein scholastische Frage“.14

Somit ist schon im Frühwerk von Marx – die Feuerbachthesen wurde 1845 geschrieben – und nicht erst später bei Engels die Praxis als Kriterium der Erkenntnis definiert.

Die Widerspiegelungstheorie ist eine erkenntnisoptimistische Theorie, sie bejaht die Frage nach der Erkennbarkeit der Welt. Sie ist damit der große Gegenwurf zu agnostizistischen oder idealistischen Positionen, die meistens mit den kantischen Paradigmen verwandt sind, also mit Ansichten, wonach – sehr grob gesagt – die Welt zwar existiere ( „Ding an sich“ ), Aussagen darüber aber nicht möglich seinen, da letztlich alle menschliche Erkenntnis eine Leistung der Verstandestätigkeit sei. Kategorien wie Raum, Zeit oder Kausalität also würden nicht objektiv existieren, sondern sind subjektive Interpretationsmuster des Verstandes, welche vom Subjekt dem Objekt auferlegt werden.

„Die schlagendste Widerlegung dieser wie aller andern philosophischen Schrullen ist die Praxis, nämlich das Experiment und die Industrie. Wenn wir die Richtigkeit unsrer Auffassung eines Naturvorgangs beweisen können, indem wir ihn selbst machen, ihn aus seinen Bedingungen erzeugen, ihn obendrein unsern Zwecken dienstbar werden lassen, so ist es mit dem Kantschen unfaßbaren ‚Ding an sich‘ zu Ende. Die im pflanzlichen und tierischen Körper erzeugten chemischen Stoffe blieben solche ‚Dinge an sich‘, bis die organische Chemie sie einen nach dem andern darzustellen anfing; damit wurde das ‚Ding an sich‘ ein Ding für uns“.15

Erkenntnistheoretischer Lackmustest – Hat die Welt vor dem Menschen existiert?

Es ist vielleicht lohnend und erhellend, an dieser Stelle etwas inne zu halten – es geht aus der hier vertretenen Perspektive um einen Lackmustest für Plausibilität, Sinn und Unsinn einer Philosophie überhaupt.

Jenes Kant’sche „Ding an sich“, die objektive Welt, die von Kant zwar nicht bestritten aber auch als nicht erkennbar gehalten wird, ist natürlich ein materialistischer Eckpfeiler in einem sonst idealistischen System.

Diese Inkonsequenz im Denken Kants wurde natürlich nicht nur von Materialisten gesehen, sondern auch von den meisten (neu)kantianischen Philosophen, welche diesen Fremdkörper dann aus der ihren Systemen strichen. Übrig blieb ein reiner Idealismus wie jener des „Empiriokritizismus“ von Mach und Avenarius. Lenins philosophisches Hauptwerk16 ist eine Auseinandersetzung mit dieser Lehre und ihren Einfluss in der Arbeiterbewegung. Wenn er dort ein Kapitel „Hat die Erde vor dem Menschen existiert?“17 nannte, so war das weit mehr als maßlose, billige Polemik.

Eine Philosophie, in der es die objektive Realität nicht gibt oder aber diese durch die menschliche Erkenntnis konstruiert wird, kann diese Frage eigentlich nicht mit ja beantworten oder muss ihr ausweichen, sie etwa zum Scheinproblem erklären.

Ähnliches gilt nicht nur für eine Philosophie in der Tradition Kants. Wir kennen schon Adornos Kritik an der Widerspiegelungstheorie. Aber auch er wäre an dieser Frage gescheitert, wenn er sie sich denn gestellt hätte:

„Der Geist ist aber vom Gegebenen ebenso wenig abzuspalten, wie dieses von ihm. Beide sind kein Erstes“.18

Wir dürfen staunen. Sonne, Planeten, Mond sind vom Geist nicht abzuspalten. Saurier kamen erst zu prähistorischer Existenz, als das erste menschliche Auge einen ausgegrabenen Knochen erblickte.

Auch wenn mit genuin marxistischen Begriffen argumentiert wird, finden wir bei Renate Wahsner zu dieser Frage keine eindeutige Antwort, sondern gleichsam eine hermetische Abspaltung der menschlichen Umwelt von der natürlichen.

„Was wir machen, können wir erkennen. (…) Aber wir machen nicht die Welt als Ganzes (…) Wir machen allerdings die Welt der Gebrauchswerte. Diese können wir auch erkennen“.19

Beide Positionen haben etwas gemeinsam: die Menschheit, die Gesellschaft, der spezifische menschliche Erkenntnisprozess, sie alle entstehen aus dem „Nichts“ – die materialistische Basis einer „Naturdialektik“ ist weg. Der „Gebrauchswert produzierende“ Mensch, wäre gar nicht in der Lage, aus bisher Unbekanntem oder Unverstandenem, aus bisher nicht „Gebrauchtem“, neue Produkte mit neuen Gebrauchswerten zu produzieren – er könnte die Voraussetzungen dafür nicht erkennen.

Es mag verblüffen, dass eine „antiquierte Theorie“, welche Folgendes behauptet, derartige Blamagen zu vermeiden scheint:

„Die Materie ist eine philosophische Kategorie zur Bezeichnung der objektiven Realität, die dem Menschen in seinen Empfindungen gegeben ist“.20

Es gibt keinerlei Problem mit der Aussage, dass diese objektive Realität unendlich lange existiert hat, bevor ein menschliches Bewusstsein sie reflektieren konnte; ja dass dieses Reflektieren selbst in die objektive Realität eingebettet ist: Kein Gedanke kann entstehen ohne menschliches Zentralnervensystem und dieses selbst ist Produkt einer langen evolutionären Entwicklung. Dies gilt auch für jene spezifische menschliche gesellschaftliche Lebensweise, die es erst erlaubt „Gebrauchswerte“ zu erzeugen – auch sie setzt evolutionär auf eine lange Kette von Entwicklungen auf (tierische Vorformen: Traditionsbildung und situativer Werkzeuggebrauch), ehe sie zur bestimmenden Qualität wird.

Praxis als Grundlage der menschlichen Erkenntnis

Praxis, als Begriff in den klassischen marxistischen Texten allerdings nie systematisch definiert, umfasst alle Formen der menschlichen Tätigkeit vom einfachen täglichen Tun und Treiben bis hin zur industriellen Produktion und der wissenschaftlichen Forschung. Zentral für dieses Verständnis ist der Gedanke, dass der Mensch sich durch Arbeit, durch seinen Stoffwechsel mit der Natur, eine gegenüber den tierischen Organismen neue „selbstproduzierte“ Umwelt schafft.

„Die Arbeit ist zunächst ein Prozeß zwischen Mensch und Natur, ein Prozeß, worin der Mensch seinen Stoffwechsel mit der Natur durch seine eigne Tat vermittelt, regelt und kontrolliert. Er tritt dem Naturstoff selbst als eine Naturmacht gegenüber. Die seiner Leiblichkeit angehörigen Naturkräfte, Arme und Beine, Kopf und Hand, setzt er in Bewegung, um sich den Naturstoff in einer für sein eignes Leben brauchbaren Form anzueignen. Indem er durch diese Bewegung auf die Natur außer ihm wirkt und sie verändert, verändert er zugleich seine eigne Natur“.21

Der Mensch greift durch die gesellschaftliche Arbeit vermittelt in die Umwelt ein und verändert diese, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Einmal mehr wird hier deutlich, dass das schon bei den marxistischen Klassikern angelegte Verständnis von Erkenntnis nicht nur abbildenden, sondern auch planenden, vorsorgenden, aktiven, tätigen Charakter hat.

Die spezifisch menschlichen Erkenntnisleistungen sind nur auf Grund dieser Koppelung an die praktische Lebenstätigkeit zu verstehen.

„Die Bildung der 5 Sinne ist eine Arbeit der ganzen bisherigen Weltgeschichte“.22

Selbstverständlich hört der Mensch nicht auf, ein biologisches Wesen zu sein, aber auch seine sinnlich-vitalen, biologischen Bedürfnisse werden von den Resultaten und dem Niveau der gesellschaftlichen Praxis mit bestimmt:

„Hunger ist Hunger, aber Hunger, der sich durch gekochtes, mit Gabel und Messer gegeßnes Fleisch befriedigt, ist ein andrer Hunger, als der rohes Fleisch mit Hilfe von Hand, Nagel und Zahn verschlingt“.23

Praxis als Wahrheits-Kriterium der menschlichen Erkenntnis

Wahrheit kann gemäß dem Widerspiegelungsparadigma nichts anderes sein, als eine philosophische Kategorie, welche die Übereinstimmung der Erkenntnisinhalte mit der objektiven Realität bezeichnet.

Das mag sich sehr apodiktisch lesen, aber nur, wenn vom oben bereits angedeuteten Verständnis des Wahrheitskriteriums abgesehen wird. Noch mal daher die bereits zitierte Stelle aus Marx‘ „Thesen über Feuerbach“: „In der Praxis muß der Mensch die Wahrheit, d. h. die Wirklichkeit und Macht, die Diesseitigkeit seines Denkens beweisen“.

Da Praxis kein ein für alle mal fixierter, statischer und abgeschlossener Bereich der menschlichen Lebenstätigkeit sein kann, sondern ganz im Gegenteil eine sich stets erweiternde, qualitativ und quantitativ wachsende Wechselwirkung zwischen Mensch, Natur und Gesellschaft bezeichnet, muss man sie als gesellschaftlich-historische Kategorie fassen.

Daher muss auch dieser Wahrheitsbegriff neben „absoluten“ (ja, wir können die Welt erkennen) auch relative, einschränkende Implikationen haben, welche das stets Unfertige, Prozesshafte dieser Erkenntnis betonen.

„…die Souveränität des Denkens verwirklicht sich in einer Reihe höchst unsouverän denkender Menschen; die Erkenntnis, welche unbedingten Anspruch auf Wahrheit hat, in einer Reihe von relativen Irrtümern“.24

Oder:

„In der Erkenntnistheorie muss man, ebenso wie auf allen anderen Gebieten der Wissenschaft, dialektisch denken, d.h. unsere Erkenntnis nicht für etwas Fertiges, Unveränderliches halten, sondern untersuchen, auf welche Weise das Wissen aus Nichtwissen entsteht, wie unvollkommenes, nicht exaktes Wissen vollkommener und exakter wird“.25

Es macht daher Sinn, zwischen zwei grundlegenden Determinanten im Erkenntnisprozess zu unterscheiden: Einer „gegenständlichen“ und einer „gesellschaftlich-historischen“.

Logischerweise folgt aus der Widerspiegelungstheorie, dass der Erkenntnisgegenstand eine Determinante (Bestimmungsmoment) der Erkenntnis darstellt. Gedanken, Theorien usw. sind ja immer Gedanken, Theorien über ein konkretes Objekt – das wäre unter der gegenständlichen Determinante zu verstehen.

Aber: „Wir können nur unter den Bedingungen unserer Epoche erkennen und soweit diese reichen“.26

Die epochengebundene, gesellschaftlich-historische Determinante bestimmt die mögliche Tiefe der Erkenntnis über den Gegenstand. Sie umfasst z.B. die wissenschaftlich-technische Entwicklung der Erkenntniswerkzeuge. In diesem Bereich sind auch Erkenntnis- hemmende oder -fördernde Interessen zu nennen. Marx und Engels beschrieben diesen Aspekt in der „deutschen Ideologie“:

„Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, d.h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht“.27

Praxis und Erkenntnis am Beispiel: Theorien über das Sonnensystem

Auch heute, da wir über das Gegenteil Bescheid wissen, hat sich in der Alltagssprache noch immer die Idee fixiert, dass die Sonne sich um die Erde drehe („Die Sonne geht auf, steht am Zenit, geht unter, Blattoberflächen folgen der Sonnenbewegung“ usw.). Diese Sichtweise war im ptolemäischen Weltbild Jahrhunderte lang fast Dogma: Die Erde ist der Mittelpunkt des Universums, alle anderen Körper drehen sich um sie.

Nikolaus Kopernikus später Giordano Bruno, Galileo Galilei und Johannes Kepler und viele mehr zweifelten dies an oder revidierten die Sicht hin zum Heliozentrismus: die Sonne ist der Mittelpunkt des Universums, die Erde, wie die Planeten drehen sich in Kreisbahnen um sie.

Heute wissen wir, dass auch die Sonne nicht Mittelpunkt des Universums ist, sondern einer von ungezählten Sternen und dass sich die Planeten in ihren nicht kreisförmigen, aber elliptischen Umlaufbahn auch untereinander beeinflussen.

Die Abfolge dieser Theorien beschreiben einen Prozess von Nichtwissen zu Wissen, eine Zunahme immer mehr objektiv richtiger Erkenntnisse und eine gleichzeitige Abnahme von Irrtümern. Das geozentrische Weltbild ist falsch, aber auch in ihm sind richtige Erkenntnisse eingebunden, nämlich z.B. immerhin jene, dass sich Erde und Sonne relativ zueinander bewegen.

Erde, Sonne, die Planeten sind die gegenständlichen Determinanten des im Beispiel beschriebenen Erkenntnisprozesses.

Den Wechsel von Tag und Nacht zu erklären, womöglich zu berechnen war vermutlich ein frühes Bedürfnis der menschlichen Gesellschaft, ihrer Praxis. Diese Praxis hat sich im Lauf der Geschichte beträchtlich erweitert, die Seefahrt z.B. erforderte navigatorische Kenntnisse.

Inzwischen hat die menschliche Praxis bereits die direkte Bindung an die Erdoberfläche überwunden. Zu der ursprünglichen reinen Beobachtung der „Sonnenlaufbahn“ kamen Teleskope, Satelliten, welche immer genauere Theorien ermöglichten – aber auch immer neue Fragen aufwerfen.

Ebenso gab es in diesem Ablauf Erkenntnis hemmende, dogmatische Repressionen: Scheiterhaufen wie bei Bruno und Sprechverbote und Hausarreste wie bei Galilei. Dies wären Beispiele für die gesellschaftlich-historischen Determinanten des vorliegenden Erkenntnisprozesses.

„Kleine Erkenntnistheorien“ – Skizzen zum Verhältnis Widerspiegelungstheorie und Einzelwissenschaft

Der Wert einer philosophischen Erkenntnistheorie kann auch anhand ihres Verhältnisses zur Wissenschaft evaluiert werden. Auch wenn Philosophie einen höheren Verallgemeinerungsgrad hat als einzelwissenschaftliche Erkenntnis, ist sie doch von dieser nicht unabhängig.

Sowenig wie es eine reine „Materie an sich“ gibt, also etwa eine Art elementaren Materie-Baustein oder eine Urmaterie, sondern nur jeweils konkrete Ausprägungen objektiver Realität, so gibt es auch keine reine „Erkenntnis an sich“, sondern jeweils Erkenntnisprozesse konkret-historischer Individuen bzw. – wenn man das einschließen will – auch psychophysische Prozesse bei tierischen Organismen.

Erkenntnisse der Psychologie, Physiologie etc. verkörpern – materialistisch verstanden – auch Aussagen über gnostische, orientierende, wertende Beziehungen der Organismen zur Umwelt. Sie sind damit „kleine Erkenntnistheorien“, welche die Widerspiegelungstheorie bereichern, bestätigen, konkretisieren. Das ist aber keine Einbahnstraße, denn mehr noch müssen alle Ergebnisse einzelwissenschaftlicher Forschung in diesem Rahmen auch interpretierbar sein. Denn trotz ihres höheren Grades an Allgemeinheit darf eine materialistisch verstandene Erkenntnistheorie keinen außerwissenschaftlichen Weg in ihrer Theoriebildung kennen.

Dazu nun einige Beispiele. Jedes davon, wie auch viele andere mehr, verlangen an und für sich eine den vorgegebenen Rahmen überschreitende tiefere Diskussion; auch werden wohl einige Zitate in den folgenden skizzenhaften Notizen für sich genommen als plakativ und verkürzt erscheinen. Dennoch scheint die Thematik wert, zumindest gestreift zu werden.

Es müssen dabei nicht einmal explizite Anhänger des Dialektischen Materialismus als Kronzeugen der Fruchtbarkeit des Verhältnisses materialistischer Erkenntnistheorie und Einzelwissenschaft angeführt werden. Die „Evolutionäre Erkenntnistheorie“ eines Konrad Lorenz oder Rupert Riedl ist in dieser Hinsicht durchaus inspirierend, sowohl aufgrund ihrer Errungenschaften wie auch ihrer Schwächen. Konrad Lorenz betont klar, dass „alles was unser Erkenntnisapparat uns meldet, wirklichen Gegebenheiten der außersubjektiven Welt entspricht“.28 Leben selbst kann nur als Erkenntnis – gewinnender Prozess verstanden werden, als eine sich im Lauf der Evolutionsgeschichte immer mehr erweiternde Leistung der ontogenetischen und phylogenetischen Anpassung.

Die Affinität dieser Schule mit dem Dialektischen Materialismus endet allerdings an der Stelle des Überganges zur von der tierischen Lebensweise zur menschlichen Gesellschaftlichkeit. Dieser qualitative Sprung wird unter Beibehaltung biologischer Methoden fehlinterpretiert.

Die Theorien I.P. Pawlows sind eine weiterer sehr früherer Eckpunkt im geschilderten Verhältnis. Seine Lehre vom „bedingten Reflex“ (die bemerkenswerter Weise auch in den amerikanischen „Behaviorismus“ als „Klassische Konditionierung“ Eingang gefunden hat) zeigt, wie sich wiederholt zeitlich abfolgende oder auch ursächliche zusammenhängende Ereignisse der objektiven Realität in zeitweiligen Nervenverbindungen im Zentralnervensystem widerspiegeln. Auch wenn vieles heute überholt ist – dieses erkenntnistheoretische Substrat bleibt als vielleicht bekannteste und eingängigste experimentelle Bestätigung der Widerspiegelungs-theorie gültig.

Der sowjetische Psychologe und Philosoph S.L. Rubinstein empfahl die Anwendung des „dialektischen Determinismus“ für die Interpretation psychischer Erscheinungen – die Anwendung also des Gedankens, dass das Abbild nicht nur durch das Objekt der Abbildung determiniert ist, sondern auch von der Spezifik des abbildenden Systems.

„Die äußeren Ursachen wirken über die inneren Bedingungen“.29 Diese „inneren Bedingungen“ können psychologisch z.B. als „Persönlichkeit“ verstanden werden, als subjektive, individuell-lebensgeschichtliche Konkretisierung der allgemein-menschlichen und gesellschaftlich-historischen Daseinsbedingungen.

Die „Kulturhistorische Schule“ innerhalb der sowjetischen Psychologie kann, was das Menschenbild betrifft, als Antithese zur oben angeführten „Evolutionären Erkenntnistheorie“ gesehen werden. Auch für diese Schule ist die naturgeschichtliche Betrachtung der evolutionären Entstehung und Entfaltung der psychischen Erscheinungen Programm; allerdings, so der bekannteste Vertreter Leontjew:

„Mit der Menschwerdung … ändern sich auch die Gesetze, denen die psychische Tätigkeit unterliegt. Die psychische Evolution des Tieres wird durch die biologische Evolution bestimmt. Die psychische Entwicklung des Menschen hingegen unterliegt den gesellschaftlich-historischen Entwicklungsgesetzen.“30

Die Funktionen der menschlichen Psyche dienen der Orientierung in einer vorwiegend nicht naturhaft-vorgefundenen, sondern in einer gesellschaftlich erzeugten Umwelt. Leontjew spricht daher nicht von Verhalten, sondern etwa von aktiver Aneignung der z.B. in Werkzeugen vergegenständlichten Sachlogik. Einer Sachlogik, welche wiederum kumuliertes gesellschaftliches Wissen verkörpert. Eine Axt „weiß“, dass Metall Holz spaltet, für diese und andere Zwecke wurde sie erzeugt; und ein Individuum, welches mit der Axt arbeitet bzw. auch Äxte erzeugt, muss sich dieser Verhältnisse bewusst sein.

Die „Kritische Psychologie“ nahm diese Sichtweise auf und spricht von einer gesamtgesellschaftlichen Vermitteltheit individueller menschlicher Existenz. Im vorliegenden Zusammenhang einer Sichtung der Bedeutung der Widerspiegelungstheorie für die Psychologie ist v.a. Klaus Holzkamps Wahrnehmungstheorie interessant. Danach werden Wahrnehmungen auf menschlichem Niveau über „Gegenstandsbedeutungen“, später auch „sachlich-soziale Bedeutungszusammenhänge“31 oder nur „Bedeutungen“ genannt, realisiert. So erscheint – wiederum am Beispiel des Werkzeuges – dessen Bedeutung als Gebrauchswert, als Mittel zum verallgemeinerten menschlicher Zweck, zwar unmittelbar gekoppelt an dessen „figural-qualitative“ Eigenschaft (als physikalischer Gegenstand) aber dennoch weit darüber hinausweisend:

In der „Bedeutung der hergestellten Mittel/Bedingungen sind …, indem darin allgemeine Zwecksetzungen ‚intentional‘ vergegenständlicht sind, gleichzeitig allgemeine Naturzusammenhänge, in dem Grade und der Art, wie sie durch die eingreifende Realisierung der Zwecksetzungen hervortreten, verkörpert und fassbar.“32

Das Bild des Menschen von der Welt erscheint im weitesten Sinn als „Arbeitsbild“ – wir haben hier eine psychologische Explikation der von Marx gemeinten Erkenntnis als sinnlich-praktischer Tätigkeit.

Ein Bespiel aus jüngerer Zeit wäre eine materialistische Interpretation der „Spiegelneurone“ – womit sich in gewisser Weise auch wieder der Kreis zu Pawlow schließt. Es geht hier also um neurologische Muster im ZNS von Primaten, also auch Menschen, die durchlaufen werden, ganz egal ob ein Vorgang passiv betrachtet oder aktiv selbst ausgeführt wird.

Für den Menschen gilt:

„Wir entwickeln diese Spiegelneurone durch die aktive Teilnahme am sozialen Leben, können sie aber nur entwickeln, weil wir eine gewisse neurale Grundausstattung mitbringen, die uns von der ersten Lebensstunde an zur Nachahmung der uns umgebenden Menschen befähigt. Das bedeutet, dass die Spiegelneurone das neurobiologische Medium des Zusammenhangs von Sein und Bewusstsein sind, so dass das Verstehen dieses Mediums auch das Verständnis der Bewusstwerdung vertiefen hilft. Wobei es eben nicht nur um einfache Handlungen geht, sondern vor allem um die Deutung wahrgenommener Handlungsabläufe, insbesondere wenn sie Sprachhandlungen begleiten. Aus marxistischer Sicht ist dies besonders interessant, weil die Neurowissenschaft damit den experimentellen Beweis für die Widerspiegelung des gesellschaftlichen Seins im individuellen Bewusstsein erbracht hat.“33

Der Begriff des Beweises im zuletzt Zitierten ist wohl ein euphorischer Kurzschluss. Dennoch, wenn „äußere Ursachen über innere Bedingungen“ (Rubinstein) wirken, kann uns dieses Verständnis der Spiegelneurone auch mit erklären, dass und wie sie das tun.

Engels’ Pudding als Fazit

„Wir müssen uns wohl von dem naiven Realismus, nach dem die Welt an sich existiert, ohne unser Zutun und unabhängig von unserer Beobachtung, irgendwann verabschieden“.34

So der österreichische Physiker Anton Zeilinger. Er mag in seinem Fach ein großartiger Wissenschafter sein, Erkenntnistheoretiker ist er ein kein überzeugender, auch wenn er nicht immer so radikal formuliert.

Auch er reproduziert den erkenntnistheoretischen Grundfehler des Idealismus: letztlich folgt aus seiner Aussage, er erforsche nicht die objektive Realität, sondern welt-erschaffende Beobachtungsprozesse, womöglich gar nur seine eigenen.

Aber: er und alle Idealisten, seine zahlreichen empiriokritizistischen, phänomenologischen, konstruktivistischen etc. Vorgänger und Zeitgenossen haben noch immer eine Menge jener angezweifelten objektiv-realen materiellen Objekte: Forschungsgelder, Druckerschwärze, Papier usw. in Bewegung gesetzt bzw. genutzt, um ihre Thesen zu verbreiten. Sie handeln dabei also ganz als philosophische Materialisten, vertrauten auf Raum, Zeit, Kausalität – und widerlegen sich damit selbst. Zwischen Worten und Taten klafft ein Widerspruch.

„‘Im Anfang war die Tat‘. Und menschliche Tat hatte die Schwierigkeit schon gelöst, lange ehe menschliche Klugtuerei sie erfand. The proof of the pudding is in the eating. Man prüft den Pudding, indem man ihn ißt“.35

Ja, das ist polemisch. Aber jeder Idealismus – schien und scheint es – tut sich schwer mit solchen Fragen und verdient das wohl auch ein wenig.

Niemand jedoch muss diese „praktischen Inkonsequenzen“ für wesentliche philosophische Probleme halten. Wer aber Unbehagen an philosophisch-erkenntnistheoretischen Konzepten spürt, die keinen plausiblen Interpretationsrahmen bieten für das „Tun und Treiben“ abseits der erkenntnistheoretischen Bemühungen jener, die diese Konzepte formulieren, welche zudem – wie oben gezeigt – Probleme mit der Frage haben, ob die Welt denn vor dem Menschen existiert hätte, der wird vielleicht in der Widerspiegelungstheorie eine lohnende Alternative oder wenigstens die eine oder andere Anregung und Inspiration finden.


Anmerkungen

11 Friedrich Engels: Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie.

MEW 21, S. 274 ff.

2 Ebenda, S 275.

3 Ebenda, S 282.

4 Theodor W. Adorno : Noten zur Literatur. Frankfurt a. M. 1980, S 274.

5 Georg Klaus und Manfred Buhr: Philosophisches Wörterbuch. Leipzig 1974, S 1300.

6 Renate Wahsner: Die Materie der Erkenntnis kann nicht gedichtet werden. in: Zeitschrift marxistische Erneuerung Nr. 77 / 2009, S 154.

7 Ernst Bloch: Antike Philosophie. Leipziger Vorlesungen zur Geschichte der Philosophie, Band 1. Frankfurt a.M. 1985, S 84.

8 John Locke: Über den menschlichen Verstand, 1. Band. Berlin 1962, S 107 ff.

9 Ernst Bloch: Antike Philosophie. Leipziger Vorlesungen zur Geschichte der Philosophie Band 1, Frankfurt a.M. 1985, S 147.

10 Karl Marx: Thesen über Feuerbach. MEW 3 S 7.

11 ebenda, S 5..

12 ebenda, S 7..

13 ebenda.

14 ebenda, S 5.

15 Friedrich Engels: Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie. MEW 20, S 276.

16 W.I. Lenin: Materialismus und Empiriokritizismus. LW 14.

17 ebenda, S 67 ff.

18 Th. W. Adorno.: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Studien über Husserl und die phänomenologischen Antinomien, Frankfurt a. M. 1981, S 32.

19 Renate Wahsner. Noch einmal zu den Bedingungen einer menschlichen Spekulation. Zeitschrift marxistische Erneuerung. Nr. 82 / 2010, S 126.

20 W.I. Lenin: Materialismus und Empiriokritizismus. LW 14, S 260.

21 Karl Marx: Das Kapital. Band 1. MEW 23, S 192.

22 Karl Marx: Ökonomisch-Philosophische Manuskripte. MEW 40, S 542.

23 Karl Marx: Einleitung zur Kritik der politischen Ökonomie. MEW 13, S 624.

24 Friedrich Engels: Anti-Dühring. MEW 20 S 35.

25 W.I. Lenin: Materialismus und Empiriokritizismus. LW 14, S 96.

26 Friedrich Engels: Dialektik der Natur. Dialektik. MEW 20, S 508.

27 Karl Marx u. Friedrich Engels: Die deutsche Ideologie. MEW 3, S 46.

28 Konrad Lorenz: Die Rückseite des Spiegels. Versuch einer Naturgeschichte menschlichen Erkennens. Frankfurt a. M. 1984, S 18.

29 S.L. Rubinstein: Prinzipien und Wege der Entwicklung des Psychischen, Berlin 1969 S 5.

30 A.N. Leontjew: Probleme der Entwicklung des Psychischen, Frankfurt a. M. 1973, S 197.

31 Klaus Holzkamp: Grundlegung der Psychologie, Frankfurt a. M/New York 1983 S 276.

32 ebenda, S. 288.

33 Harald Werner: Glanz und Elend der Informationsgesellschaft. Eine Kritik aus subjektwissenschaftlicher Perspektive. Zeitschrift marxistische Erneuerung 70 / 2007, S 125.

34 http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Zeilinger

35 Friedrich Engels: Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft. Einleitung. MEW 22, S 296.