Daniel Hohnerlein

In der Beschäftigung mit den Gesprächen der von Hacks geleiteten Akademiearbeitsgruppen zur Ästhetik wird der Versuch unternommen, Mittenzweis und Hacks‘ Auffassung von Lukács‘ Ästhetik zu begreifen, und deren Bedeutung für ihr jeweiliges Verständnis der Eigenart des Ästhetischen sichtbar zu machen. Ins Zentrum des Nachdenkens rückt dabei das Verhältnis von Theorie und den gesellschaftlich-geschichtlichen Bedingungen ihrer Entstehung als eine Größe, in deren Bestimmung der Begriff des Ästhetischen seine grundlegende Ausrichtung erfährt — als Theorie des ästhetischen Gleichgewichts bei Mittenzwei und als eine Ästhetik des schönen Gesichts der Menschheit bei Hacks. Beide werden entlang der Problemstellungen jener Gespräche auf Basis von Holz‘ Begriff des gegenständlichen Verhältnisses und seiner Implikationen theoretisch umgrenzt und als geschichtliche Momente marxistischer Theoriebildung auf dem Feld der Ästhetik in ihrer Einheit begriffen.