Vorwort

Für die vorliegende fünfte Ausgabe unserer Zeitschrift waren wir erstmals in der Situation, dass wir eigentlich gleich zwei Hefte hätten anfüllen können, denn entsprechend viele gute Beiträge wurden uns zur Veröffentlichung bereitgestellt. Wir freuen uns, dass offensichtlich immer mehr – sowohl prominentere wie noch weniger etablierte – AutorInnen die „Aufhebung“ als einen attraktiven Publikationsort begreifen. Wir hoffen und arbeiten daran, dass sich diese Entwicklung noch weiter verstärkt, nicht zuletzt da die Anzahl – aus formaler und inhaltlicher Sicht – druckbarer Artikel sowohl bedingt, wie langfristig, als auch wie flexibel wir planen können.

Im Vorwort der vierten Ausgabe haben wir es angekündigt, inzwischen ist es umgesetzt und die Aufhebung online verfügbar. Vereinsmitglieder können via Mail Zugang zu sämtlichen bisher erschienenen Heften anfordern, ältere Ausgaben werden gar für alle zur freien Verfügung gestellt.

Die mittlerweile vierte „Salzburger Tagung für dialektische Philosophie“ wird im März oder April 2015 stattfinden. Der genaue Termin steht zwar noch nicht fest, er wird aber demnächst auf unserer Homepage unter www.dialektik-salzburg.at publik gemacht. Alle, die prinzipiell daran interessiert sind, selbst einen Tagungsbeitrag beizusteuern, seien bereits dazu eingeladen, sich mit uns darüber zu verständigen.

Unsere vielfältigen Projekte kosten Geld – und vor allem auch jede Menge Arbeit, die vollständig ehrenamtlich geleistet werden muss. Sie konzentriert sich derzeit auf wenigen Schultern. Da wir wissen, dass sich unter unseren LeserInnen ohnehin überdurchschnittlich viele engagierte Menschen befinden, stellen wir einmal die Frage in den Raum, ob sich nicht der/die eine oder andere vorstellen könnte, uns ein wenig unter die Arme zu greifen? Neben Spenden, für die wir an dieser Stelle nicht müde werden aufzurufen, benötigen wir dringend auch helfende Hände und Köpfe.

Schon jetzt haben wir in mehreren Ländern Mitglieder und AbonnentInnen, aus sprachlichen Gründen natürlich vor allem in Österreich und Deutschland. In mehreren Orten dieser beiden Länder besteht das Potential, regionale Gruppen zu bilden, die die Anliegen des Vereins fördern, die sich – nach den jeweiligen Gegebenheiten in Kooperation mit anderen Organisationen – im Rahmen von Lesekreisen, Diskussionszirkeln, Vorträgen, Seminaren, etc. mit dialektischer Philosophie befassen und ihr eine Öffentlichkeit schaffen. Wir unterstützen gerne alle Bestrebungen, solche regionale Vereinsstrukturen zu bilden – sie sind es, die einer Organisation von DialektikerInnen erst zu wirklicher Lebendigkeit verhelfen! Dialektische Philosophie muss organisiert werden – insbesondere wenn sie sich „in der philosophischen Tradition Hegels, der marxistischen Klassiker und Hans Heinz Holz‘“ versteht (vgl. unser statutarisch festgelegter Vereinszweck). Die Salzburger Gesellschaft für dialektische Philosophie ist unser Angebot für all jene, die zu dieser Organisierung beitragen wollen, und die daher noch einmal ausdrücklich zu jeglicher Form von Unterstützung und Mitwirkung eingeladen seien. Die Aufhebung wiederum kann zum gemeinsamen, zentralen Organ all jener werden, die sich auf Grundlage der genannten philosophischen Tradition öffentlich austauschen wollen, zum Zwecke der Erkenntnis wie der progressiven Veränderung der Welt.

Das Manuskript von Andreas Arndt zu seinem Vortrag „Hegel und die absolute Idee – Zum Konzept der Dialektik bei Hegel“ bei der „3. Salzburger Tagung für dialektische Philosophie“ im vergangenen März war bereits für einen Sammelband eingeplant und kann daher bald andernorts gelesen werden. Freundlicherweise hat er uns für die Aufhebung stattdessen seinen Beitrag „Frei(heits)räume“ zur Verfügung gestellt, in dem er sich mit abstrakter und konkreter Allgemeinheit in Hegels Grundlinien der Philosophie des Rechts befasst. Unter dem Titel „Gespräche zur Ästhetik – Theorie des ästhetischen Gleichgewichts (W. Mittenzwei) und Ästhetik des schönen Gesichts (P. Hacks)“ setzt sich Daniel Hohnerlein mit den Protokollen der von Peter Hacks geleiteten Akademiearbeitsgruppe auseinander, welche im Berliner Aurora-Verlag publiziert wurden. Georgios Kolias hat uns seinen Beitrag zur letzten Tagung zum Druck zur Verfügung gestellt. Er versucht die Frage zu beantworten, wie es zu verstehen ist, dass Hegel in seiner Wissenschaft der Logik ausgerechnet in der subjektiven Logik einen Abschnitt zur Objektivität einführt. Andreas Egger schließlich versucht unter dem Titel „Die Materie der Hoffnung“, in zwei Teilen die Grundlinien der Philosophie Ernst Blochs nachzuzeichnen.