Kaan Kangal

Man kann nichts wahrnehmen in dem Sinne, dass man etwas wahrnimmt, als ob ein Wahres davor steht und nachträglich (auf-)genommen wird. Es ist vielmehr so, dass, wenn es um die Tatsachen- und Vernunftwahrheit geht, etwas (auf-)genommen und verarbeitet wird, dessen Resultat das Wahre ist oder sein sollte. Das Wahre als solches wird nicht gegeben, sondern es ist etwas zu erwerben bzw. zu gewinnen. Davor ist das, was als wahr zu bestimmen ist, noch nicht wahr, sondern nur wahrscheinlich. Alle Arbeit befindet sich in diesem noch Wahrscheinlichen, Uneindeutigen.