Vorwort

Aufhebung Nummer vier erscheint rechtzeitig zur von uns veranstalteten „3. Salzburger Tagung für dialektische Philosophie“ am 22. März 2014 an der Universität Salzburg. Als Hauptreferenten konnten wir Professor Andreas Arndt gewinnen, der über „Hegels dialektische Methode“ vortragen wird. Da viele LeserInnen diese Seiten erst nach der Tagung aufschlagen werden, sei schon einmal darauf hingewiesen, dass wir die Vorträge aufzeichnen wollen. Sie sollen anschließend für alle Vereinsmitglieder online zugänglich sein.

Tradition ist und bleibt neben der Tagung auch der von uns veranstaltete Lesekreis an der Uni Salzburg. Im Wintersemester 2013/14 trafen wir uns, um über Ernst Blochs Buch „Experimentum Mundi“ zu diskutieren. Wir bleiben auch im Sommersemester 2014 thematisch beim Denker der „Ontologie des Noch-Nicht-Seins“. Alle InteressentInnen sind herzlich eingeladen, mit uns „Das Materialismusproblem – seine Geschichte und Substanz“ zu lesen. Wir haben das Ziel, Aktivitäten dieser Art auch in anderen Städten durchzuführen.

Seit Erscheinen des Heftes #3 hat sich aber auch abseits der regulär gewordenen Tätigkeiten – rund um Tagung, Zeitschrift und Lesekreis – etwas getan: Wir haben im Herbst mehrere Veranstaltungen mit Jörg Zimmer, Thomas Metscher und Werner Seppmann organisiert, und zwar in Salzburg und in Wien. Dadurch und durch die häufiger werdenden Einladungen, Einführungsseminare abzuhalten oder bei anderen Tagungen Vorträge beizusteuern – wie es etwa unser Vorstandsmitglied Dr. Hannes A. Fellner bei der Hans-Heinz-Holz-Tagung am 1. März in Berlin getan hat – bleibt unser Wirkungsbereich inzwischen nicht mehr auf Salzburg beschränkt. Wir hoffen und arbeiten daran, dass er sich noch weiter ausdehnen wird.

Die Aufhebung online: Auch daran arbeiten wir im Moment. Alle Mitglieder der „Salzburger Gesellschaft für dialektische Philosophie“ werden in absehbarer Zeit die Möglichkeit erhalten, über Internet auf die jeweils aktuellsten Nummern zugreifen zu können. Ältere, ev. auch schon vergriffene Ausgaben werden wir generell über Internet zugänglich machen.

Auch in diesem Vorwort darf der gewohnte Appell nicht fehlen: es gibt viele Wege unsere Arbeit zu unterstützen. Jeder Beitritt, jedes Abonnement der Aufhebung, jede Spende, jeder neue Kontakt zu potentiellen AutorInnen und ReferentInnen hilft uns und ist höchst willkommen.

Nun aber zu den Artikeln der vorliegenden Ausgabe: Renate Wahsner analysiert anhand des Begriffes des „Zereißens“ Aspekte der Hegelschen Dialektik in Hinblick auch auf ihre Bedeutung für die moderne Naturwissenschaft. Marcus Dick entwickelt in seinem Beitrag die These, dass die strukturalistische Philosophie von Claude Lévi Strauss als Erneuerung und Erweiterung des historisch-dialektischen Materialismus gesehen werden kann. Kaan Kangal diskutiert Aspekte der Spiegelmetapher und zeigt, dass diese durch Kategorien wie „Brechen“, „Ergänzen“ oder „Verähnlichen“ ergänzt werden muss. Helmuth Fellner stellt uns als abschließenden Teil seiner Serie zum Freiheitsbegriff das in der marxistischen „Klassik“ entwickelte Verständnis einer „Dialektik von Freiheit und Notwendigkeit“ vor. Auch eine Rezension ist wieder dabei: Peter Ostertag bespricht Thomas Metschers Buch „Kunst – Ein geschichtlicher Entwurf“.

Wir wünschen eine spannende Lektüre.