Egger: Abstract

„…und worin noch niemand war: Heimat“.
Ernst Blochs „Ontologie des Noch-nicht-Seins“.

Die Welt ist umgeben von einem Meer an Möglichkeiten, sie ist in Fahrt und realisiert sich stets neu, der Ausgang ist offen. Ernst Bloch beschreibt das „Experiment Welt“, welches auch ein „Experiment Mensch“ sein muss, aus einer sehr spezifischen Perspektive: Chiliastischer Messianismus und materialistische Dialektik gehen da miteinander, kommen sich aber auch in die Quere.

Der Vortrag stellt nicht nur einige Grundgedanken aber auch Probleme der Philosophie Ernst Blochs   vor, er ist auch eine Einladung zu einem Bloch-Lesekreis: Das Buch „Das Materialismusproblem, seine Geschichte und Substanz.“ steht am Programm. Der Denker des „Prinzips Hoffnung“, der Interpret des „subjektiven Faktors“, hat nicht vergessen: „Reale Möglichkeit“ entsteht nur in einer „höchst utopisch geladenen Materie“. Blochs Verständnis des materiellen Trägers von „konkreter Utopie“ wollen wir uns im Sommersemester 2014 erschließen.