11./12. November: Werner Seppmann in Wien

Der marxistische Soziologe und Publizist Dr. Werner Seppmann zu Gast in Wien

Die Salzburger Gesellschaft für Dialektische Philosophie, die Partei der Arbeit (PdA) Wien, die Kommunistische Judend Österreich (KJÖ) Wien und der Kommunistische StudentInnenverband (KSV) Wien laden zu zwei Vorträgen von Dr. Werner Seppmann ein.


Moderne Kunst als Ideologie
Mo, 11. November, 19:00

Entwickelter Kapitalismus: Auf dem Weg in die Armutsgesellschaft
Di, 12. November, 19:00

Beide im OABV-Lokal, Rankgasse / Ecke Huttengasse (U3 Ottakring), 1160 Wien
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Siehe auch: Pathische Gesellschaft und RisikokapitalismusMetscher/Seppmann: Seminar zur Ästhetik


Moderne Kunst als Ideologie

Oft werden von der „Modernen Kunst“ zwar drängende Vergesellschaftungprobleme aufgegriffen, meist jedoch in banalisierender Weise behandelt. Kunst ist auch dadurch zum Bestandteil einer Eventkultur geworden: Die Biennale in Venedig und die Documenta in Kassel liefern schon seit Jahrzehnten deutliche viele Beispiele einer Tendenz zur inhaltlichen Bedeutungslosigkeit.

Welche Rolle spielt innerhalb der herrschenden Kultur die Ästhetik der Banalisierung? Bedeutet sie letztlich nicht eine Flucht vor der Tiefendimension der aktuellen Vergesellschaftungsprobleme.

Jüngst von Werner Seppmann zu diesem Thema erschienen:
Ästhetik der Unterwerfung. Das Beispiel Documenta
Ästhetik der Banalisierung


Entwickelter Kapitalismus: Auf dem Weg in die Armutsgesellschaft

Auch in den kapitalistischen Hauptländern sind in den letzten beiden Jahrzehnten Widerspruchsformen ausgebrochen, die schon als überwunden galten. Die Kluft zwischen arm und reich ist größer, geworden, die Lebensverhältnisse sind unsicherer und unkalkulierbar geworden. Für viele haben die Zukunftsaussichten sich verdüstert.

Mit großer Geschwindigkeit ist ein elementarer Klassengegensatz wieder sichtbar geworden: Die Bedürftigkeitszonen breiteten sich aus und der Anteil der Lohnabhängigen am Sozialprodukt ist systematisch abgesengt worden.

Warum aber hält sich der Widerstand in Grenzen, lassen die Lohnabhängigen sich die eklatanten Zumutungen gefallen?

Jüngst von Werner Seppmann zu diesem Thema erschienen:
Ausgrenzung und Herrschaft – Prekarisierung als Klassenfrage
Konkrete Utopien


Werner Seppmann (geb. 1950) hat nach Berufstätigkeit und »zweitem Bildungsweg« Sozialwissenschaften und Philosophie studiert. Langjährige Zusammenarbeit mit Leo Kofler. Ehemaliges Vorstandsmitglied der Marx-Engels-Stiftung. Ehemaliger Mitherausgeber der Marxistischen Blätter. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Sozialstrukturanalyse, Marxismusforschung, Dialektischen Philosophie, Ideologietheorie, Kritischen Gesellschaftstheorie, Klassenanalyse und Kultursoziologie.
Wichtigste Veröffentlichungen: Struktur und Subjekt (1991), Subjekt und System (1993), Dialektik der Entzivilisierung (1995), Das Ende der Gesellschaftskritik? (2000), Gescheiterte Moderne? (2002), Die Aktualität der Kapitalismuskritik (2002), Ausgrenzung und Ausbeutung (2004), Krise ohne Widerstand? (2010), Die verleugnete Klasse – Arbeiterklasse heute (2011), Risiko-Kapitalismus : Krisenprozesse, Widerspruchserfahrungen und Widerstandsperspektiven (2011), Subjekt und System – Der lange Schatten des Objektivismus (2011), Dialektik der Entzivilisierung. Krise, Irrationalismus und Gewalt (2011).