Fellner: Abstract

Einheit und Widerspruch in der frühen Philosophie Chinas und Griechenlands

Wie Hegel formulierte, ist Philosophie „ihre Zeit in Gedanken gefasst“. Als solche sind aber freilich nicht nur philosophische Modelle verschiedener Zeiten Ausdruck der einen universalen philosophia perennis, sondern selbstverständlich auch philosophische Modelle verschiedener Weltgegenden. Als Pioniere einer philosophischen Komparatistik im Hinblick auf die dialektische Philosophie haben Joachim Schickel und Hans Heinz Holz gezeigt, wie unerlässlich die Beschäftigung mit nicht-europäischen philosophischen Traditionen ist und wie ersprießlich diese sein kann. Insbesondere Schickels und Holzens Arbeiten zur chinesischen Philosophie zeigen für den dialektisch Philosophierenden – gleichsam bereits von Leibniz geahnte – Isomorphien westlicher und östlicher Dialektik auf.

In der Gegenüberentstellung ausgewählter Fragmente Heraklits und Passagen des Dao De Jing (道德经) samt philologischer, etymologischer und – im Hinblick auf das Chinesische – grammatologischer Bemerkungen sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Formulierung und Darstellung der Kategorien Einheit und Widerspruch in der frühen Philosophie Chinas und Griechenlands erarbeitet und diskutiert werden.

Ziel dieser Gegenüberstellung ist es nicht nur, die frühen philosophischen Entwürfe der beiden Wiegen der Zivilisation als verschiedene point de vues einer philosophia perennis zu verdeutlichen, sondern auch die Besonderheiten ihrer sprachlich-kulturellen Formbestimmtheiten versteh- und begreifbar zu machen.

 

 

 

 

Einheit und Widerspruch in der frühen Philosophie Chinas und Griechenlands

Wie Hegel formulierte, ist Philosophie „ihre Zeit in Gedanken gefasst“. Als solche sind aber freilich nicht nur philosophische Modelle verschiedener Zeiten Ausdruck der einen universalen philosophia perennis, sondern selbstverständlich auch philosophische Modelle verschiedener Weltgegenden. Als Pioniere einer philosophischen Komparatistik im Hinblick auf die dialektische Philosophie haben Joachim Schickel und Hans Heinz Holz gezeigt, wie unerlässlich die Beschäftigung mit nicht-europäischen philosophischen Traditionen ist und wie ersprießlich diese sein kann. Insbesondere Schickels und Holzens Arbeiten zur chinesischen Philosophie zeigen für den dialektisch Philosophierenden – gleichsam bereits von Leibniz geahnte – Isomorphien westlicher und östlicher Dialektik auf.

In der Gegenüberentstellung ausgewählter Fragmente Heraklits und Passagen des Dao De Jing(道德) samt philologischer, etymologischer und – im Hinblick auf das Chinesische – grammatologischer Bemerkungen sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Formulierung und Darstellung der Kategorien Einheit und Widerspruch in der frühen Philosophie Chinas und Griechenlands erarbeitet und diskutiert werden.

Ziel dieser Gegenüberstellung ist es nicht nur, die frühen philosophischen Entwürfe der beiden Wiegen der Zivilisation als verschiedene point de vues einer philosophia perennis zu verdeutlichen, sondern auch die Besonderheiten ihrer sprachlich-kulturellen Formbestimmtheiten versteh- und begreifbar zu machen.