Wolfgang Schmidt

Zur anderen Seite der Grundfrage der Philosophie

Engels beschreibt in „Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie“, wie bekannt, die Grundfrage der Philosophie und ihre Antworten. Diese Deskription schöpft aus einem sehr sicheren Wissensbestand, einem existenten, nämlich der „neueren Philosophie“, den sie kritisch kommentiert; also den Idealismus seit Descartes, den mechanischen Materialismus vornehmlich des 18. Jahrhunderts und den anthropologischen Materialismus Feuerbachs. Sie verlässt die Vorgabe der „neueren Philosophie“ nicht, sondern formuliert beide Antworten, die idealistische und die materialistische, sofern beide unter der Herrschaft des Identitätsgebots von Sein und Denken ausgedrückt und auch unter diesem Szepter entstanden sind. Beide resultieren, als Identitätsphilosophien, aus dem abstrakten Gegensatz von Sein und Denken, welcher an sich schon ihre Identität ebenso ein- wie ausschließt; hier zunächst äußerlich als Disput der Schulen.